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Sandra Schmidt, die Turnierchefin der DSAM, spricht von einem „ganz besonderen Teilnehmer“. Wenn er gemeinsam mit seinem Assistenten am Brett sitze, dann erinnere sie die Szenerie an den Film „Ziemlich beste Freunde“. Eine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte von einem Mann im Rollstuhl und seinem Helfer. Oliver Biermann sitzt auch im Rollstuhl. Der 36-Jährige aus Berlin erkrankte im Alter von drei Jahren am Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS). „Die Krankheit griff zunächst meine Nieren an, anschließend die Bauchspeicheldrüse und schließlich das Kleinhirn“, schreibt Oliver, der mit der DSB-Öffentlichkeitsarbeit über einen Chat kommuniziert. „Ich organisiere mein Leben mit einem 24/7-Assistenzteam“, also rund um die Uhr: „Trotz aller Herausforderungen bin ich ein lebensfroher Mensch.“ Das kann Dario Mulas nur bestätigen. Der 33-Jährige ist persönlicher Assistent für Menschen mit Behinderung. Oliver Biermann sei quasi sein Chef, sagt er mit einem Lächeln, „einer der besten Chefs, die ich bisher hatte“. Und: „Olli ist super unkompliziert, fröhlich, ein offener Typ. Ich bewundere ihn für seine Einstellung zum Leben. Er ist so aktiv – davon könnten sich wirklich viele Menschen eine Scheibe abschneiden.“
Mit einer gut besetzten Pressekonferenz hat die Stadt Dresden gemeinsam mit dem Deutschen Schachbund und weiteren Partnern den Schachgipfel 2026 angekündigt. Das Event findet vom 16. bis 26. Juli 2026 im Internationalen Congress Center Dresden (ICD) statt und vereint insgesamt 13 Deutsche Meisterschaften unter einem Dach. Auf dem Podium sprachen unter anderem Dirk Hilbert (Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden), Ingrid Lauterbach (Präsidentin des Deutschen Schachbundes), Hans Bodach (Vorsitzender Förderverein Schach Wolfgang Uhlmann e. V.) sowie Vertreter der Stadtverwaltung. Einigkeit herrschte darüber, dass der Schachgipfel nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich ein herausragendes Ereignis werden soll.
Das Erfolgsformat „Mädchen-Schach Super Tuesday“ feierte seine siebte Auflage. Diesmal waren beim Online-Gruppentraining im Rahmen DSB-Mädchen-Schach-Förderungsprojekts U12 wieder 66 Mädchen dabei. Für sie sei es zweifellos ein echtes Highlight gewesen, so Nadja Jussupow. Die DSB-Frauenschach-Referentin hat die Online-Trainingsserie initiiert – und ist längst auch überrascht vom großen Erfolg. Denn insgesamt haben nun schon 489 Talente an den Trainingssessions teilgenommen. Diesmal wartete mit Lara Schulze eine Nationalspielerin auf die Mädchen. Wer Lara Schulze kennt, der weiß: Es wurde ein erfrischendes Training, bei dem auch viel gelacht werden durfte. Und das, obwohl sich das Thema richtig schwer anhört: „Das Prinzip der schlechtesten Figur.“
Am Dienstag, dem 24. März 2026, fand das Austauschforum Verbandsentwicklung des Deutschen Schachbundes statt. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über aktuelle und geplante Projekte in den Bereichen Verbandsentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Inklusion, Ausbildung, Breitenschach und Onlineschach zu informieren und dazu in den Austausch zu gehen.
Travemünde. Vielleicht der schönste Standort der DSAM. Ohne einem anderen Turnierorte zu nahe treten zu wollen - aber bei den Spielerinnen und Spielern baumelt die Seele schon bei der Anreise zum Strandhotel Travemünde. Wenn sie das Autofenster runterkurbeln, um die frische Meeresbrise zu genießen. Das Turnier an der Ostsee ist für viele wie Urlaub. Und ja, auch das tierische Maskottchen der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft, Bella, liebt Travemünde über alles – ihr erster Weg nach dem Sprung aus dem Auto von Turnierchefin Sandra Schmidt führt sie und Frauchen immer zu ihren Lieblingsstrand. Auch in Travemünde (26. bis 29. März) gibt es liebgewonnene DSAM-Traditionen. Zwei davon: Die Äpfel kommen diesmal nicht aus dem Supermarkt, sondern direkt vom Erzeuger: Peters Fruchthandel aus Jork im Alten Land liefert wieder drei Zentner. Und das schon zum vierten Mal, als Spende. Ein DSAM-Partner, der es auch verdient hat, mal erwähnt zu werden. Und ja, die DSAM in Travemünde, mit 500 Teilnehmern (aus Kapazitätsgründen immer schnell ausgebucht) ist zwar etwas kleiner – aber auch traditionell eine DSAM mit Promifaktor.
Matthias Blübaum ist längst im Tunnel. Klar doch, nur noch wenige Tage bis zum Start des Kandidatenturniers auf Zypern (ab Sonntag 29. März), wo er gegen sieben Kontrahenten um den Platz für das WM-Duell gegen den amtierenden Weltmeister Dommaraju Gukesh kämpfen wird. Der Deutsche Schachbund hat alles getan, um für seinen WM-Kandidaten gute Voraussetzungen zu schaffen. Auch finanziell. DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach sagt: „Es war uns ein großes Anliegen, ihm die besten Rahmenbedingungen zu ermöglichen.“ Man habe, vor allem über das Crowdfunding, das der Präsident des Schachverbandes Württemberg, Carsten Karthaus, gemeinsam mit dem DSB angestoßen hat, „den Rahmen der Unterstützer deutlich vergrößert“, so Lauterbach: „Es haben viele Menschen jenseits unserer Mitgliederbasis gespendet. Das zeigt eindrucksvoll: Ganz Schach-Deutschland steht hinter Matthias Blübaum!“ Insgesamt rund 86.000 Euro kamen für das Projekt zusammen.
Nun also doch: Es wird einen außerordentlichen Bundeskongress geben, womöglich schon im Mai. Das hat das Schiedsgericht des Deutschen Schachbunds im Eilverfahren entschieden. Geklagt hatten gegen den DSB mit seiner Präsidentin Ingrid Lauterbach neun von 22 Mitgliedsverbänden: Der Berliner Schachverband, mit seinem Präsidenten Paul Meyer-Dunker, der Badische Schachverband mit Präsident Dr. Christoph Mährlein, der Deutschen Fernschachbund mit Präsident Manfred Scheiba, der Hamburger Schachverband, vertreten durch den Vorsitzenden Klaus-Jürgen Herlan, der Schachverband Schleswig-Holstein, mit Präsident Dirk Martens, der Bayerische Schachbund mit Präsident Ingo Thorn, Präsident Michael S. Langerfür den Niedersächsischen Schachverband, Daniel Meitzner für den Thüringer Schachbund und Michael Fuhr, Präsident des Landesschachbundes Brandenburg.
Im ersten Teil sprach er über Dresden - wie es damals, 2008 beim Schachgipfel war, den er als Vizepräsident des DSB organisiert hat. Auf diesen Part, kabelte Matthias Kribben gestern Abend von seinem Zweitwohnsitz auf Gran Canaria mit einem Smiley, habe er viele positive Reaktionen bekommen: "Selbst von den kritischen Schachspielern." Heute geht es im großen Interview mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit um weitere Leidenschaften des Berliner Unternehmers: Fernschach, Schulschach - aber auch Pokern. Was zeigt: Der Mann ist mit allen Wassern gewaschen.