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Gerade ist er wieder auf Gran Canaria. Hier hat Matthias Kribben, 65, einen Zweitwohnsitz. Überhaupt ist er viel unterwegs. Als Geschäftsmann, aber auch bei Pokerturnieren - und in Sachen Schach. Im zweiteiligen Interview mit dem DSB spricht der mehrfache Fernschach-Weltmeister über seine beiden Hobbies. Wir beginnen im ersten Teil mit seiner engen Verbindung zu Dresden. In der sächsichen Landeshauptstadt hat er 2008 maßgeblich die Olympiade organisiert - und hier erhofft er sich auch einen Schub fürs deutsche Schach beim Schachgipfel vom 16. bis 26. Juli 2026. Er zeigt sich im Gespräch mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit überzeugt: "Das wird ein herausragendes Event." Eines, das bei gutem Gelingen nicht nur einen hohen Werbewert fürs deutsche Schach bringen könnte - sondern in in gewisser Weise sogar versöhnlich wirken könnte. Die wichtigsten Aussagen findet Ihr auch im Video-Interview.
Ein bisschen enttäuscht ist er schon. „So ein Mannschaftswettbewerb hätte natürlich viel mehr Identifikation ausgelöst“, sagt Paul Meyer-Dunker, „wenn es um Teamplay geht, hat das die Schach-Fans schon immer fasziniert.“ Nun also kein Team-Wettbewerb, wie ursprünglich vermutet – und der Name des Turniers suggeriert - sondern wieder nur einzelne Spieler, die sich für den E-Sports Nations Cup (ENC) im Schach vom 2. bis 8. November 2026 in Riad, Saudi-Arabien, qualifizieren können. Der Veranstalter ist der gleiche wie der des E-Sports World Cup. „Was will man machen? Es ist das Privileg der Organisatoren, den Modus festzulegen“, sagt Meyer-Dunker, der beruflich auch mit dem E-Sport verbunden ist. Ihm jedenfalls fällt damit der Abschied aus dem Amt des E-Sport-Beauftragten beim Schachbund noch ein Stück weit leichter. „Wir müssen kein Team zusammenstellen, der DSB ist damit quasi in weiten Teilen organisatorisch, und was den Vorbereitungsaufwand betrifft, raus.“ Was den E-Sports Nations Cup angeht, sind die Spieler individuell für die Qualifikation über die Champions Chess Tour und die Teilnahme an einem regionalen Qualifikationsturnier selbst verantwortlich. Dass die Spieler zahlreich teilnehmen werden, davon geht er aus. „Es wird sicherlich eine Menge Geld im Spiel sein.“
Großes soziales Engagement, schachlicher und beruflicher Erfolg haben das Leben von Gerhard Köhler geprägt. Er studierte Ökonomie, promovierte, leitete Banken, wurde Unternehmensberater und schließlich Vorstand einer eigenen Firma: ORWO Net. Auch im Schach war er erfolgsverwöhnt. Er spielte in der DDR in der ersten und zweiten Liga, wurde 2016 sogar Amateur-Weltmeister und gewann mit seiner Mannschaft bei Senioren-Welt- und Europameisterschaften (siehe Foto) mehrere Medaillen. Mit der 2016 gegründeten Schachstiftung GK unterstützt er den Schachsport. Heute wird Gerhard Köhler 70 Jahre alt und der DSB gratuliert ihm ebenso herzlich dazu wie ein langjähriger Wegbegleiter den die DSB-Öffentlichkeitsarbeit gebeten hat, eine kleine Laudatio auf Gerhard Köhler zu halten. Ein Mann, der in den letzten Jahren häufig mit Köhler zu tun hatte: Kein Geringerer als Großmeister Artur Jussupow. Die beiden haben schon öfter gegeneinander und miteinander in einem Team gespielt. Und sie haben eines gemeinsam: Die Förderung des Nachwuchses liegt ihnen sehr am Herzen.
Der Mann ist ständig unterwegs – auch und vor allem in Sachen Schach. Gerade hat er zum Beispiel ein dreitägiges Seminar im Schwarzwald für die baden-württembergischen Blinden- und Sehbehindertenvereine organisiert. Zudem läuft schon die Vorbereitung zur Deutschen Behindertenmeisterschaft in Dresden (im Rahmen des Schachgipfels), seine geplante Gründung einer Inklusionskommission im DSB, und, und, und. Besonders am Herzen aber liegt dem DSB-Inklusionsreferenten Gert Schulz ein Projekt, das er akribisch seit rund einem Jahr vorbereitet: Er möchte einen Förderverein für Inklusion im Schach aus der Taufe heben. Sein Traum ist es, auch einige Prominente aus der Schachszene zur Mitgliedschaft bewegen zu können. Zum aktuellen Stand hat Gert Schulz der DSB-Öffentlichkeitsarbeit ein Interview gegeben. (mw)
Die Rückmeldung kam am vergangenen Samstag, 17.30 Uhr. „Wir haben uns entschieden. Die Mannschaft des SC Rotation Pankow wird in der nächsten Saison in der 1. Frauenbundesliga spielen“, schreibt Gudula Seils. Es war der Abschluss eines Nachdenken-Prozesses. Sollen sie es erneut wagen? „Wir spielten ja letztmalig in der Saison 2018/2019 in der 1. Frauenbundesliga“, so Mannschaftsleiterin Seils, „und arbeiteten seitdem in jeder Saison der 2. Frauenbundesliga auf den Staffelsieg hin. Nach mehreren Zweit- und Drittplatzierungen hat es diesmal endlich geklappt.“ Allein, es umtrieb sie einige Wochen lang – seit der Erfolg feststand - die Frage, ob sie den Aufwand nochmal betreiben, schließlich sind sie ja alle nicht mehr die Jüngsten. Genauer gesagt: Durchschnittsalter 66 Jahre. Seils: „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg, zumal der Altersunterschied zu unseren jungen Gegnerinnen oft mehr als 30 Jahre betrug.“ Während die einen also nun bereits voller Vorfreude auf die kommende Saison sind, gab es in der aktuellen Spielzeit eine Vorentscheidung: Es wirkt, als sei die Meisterfrage durch das 4,5:1,5 des SK Schwäbisch Hall gegen den punktgleichen Verfolger OSG Baden-Baden entschieden. Mario Meinel, zweiter Vorsitzender des neuen, alleinigen Tabellenführers, spricht denn auch von einem „großen, weiteren Schritt, den unser Team erreicht hat“ – zum vierten Titel in der Klubhistorie, der das Jahr des 90-jährigen Vereinsbestehens krönen soll.
Wie lautete so schön vor Jahrzehnten der Slogan in der Werbung? Auf diese Steine können Sie bauen... Schwäbisch Hall.Auf seiner Webseite begrüßt der Schachklub Schwäbisch Hall stolz die Besucher mit der Zeile: "Deutscher Meister in der Frauen-Bundesliga 2017, 2023 und 2024.“ In diesem Jahr feiert der Verein, der auch in der offenen Bundesliga von 2014 bis 2018 vertreten war, sein 90-jähriges Bestehen. „Ein weiterer deutscher Meistertitel wäre ein sehr passendes Highlight“, sagen Erhard Steffenund Mario Meinel. Der erste und zweite Vorsitzende des Vereins. In diesem Jubiläumsjahr können die starken Spielerinnen der Frauen-Bundesligamannschaft am Wochenende entscheidende Weichen stellen. Das Spitzenspiel gegen die OSG Baden-Baden steht am Sonntag, 15. März, an. Spielort ist Freiburg-Zähringen. Zwei Teams, die bisher ohne Punktverlust durch die Liga marschieren. Das direkte Duell kann eine Vorentscheidung bringen – vor der zentralen Endrunde in Bad Königshofen, die dann vom 17. bis 19. April stattfinden wird. Auf der Webseite der OSG Baden-Baden heißt es jedenfalls: "Der Showdown naht."
Es ist seine Heimatstadt. Hier wurde Silvio Baier1978 geboren, hier lebt er bis heute mit seiner Familie – und hier findet nun auch der Schachgipfel statt. Für den zweifachen Familienvater hat das große Schachfestival in Dresden (16. bis 26. Juli) daher eine besondere Bedeutung. Silvio Baier wird ein besonderer Teil des Programms sein. Man könnte sagen: Beim Schachgipfel ist er der Feingeist in Sachen Schach. Als Botschafter der Problemschachvereinigung Die Schwalbe wollen der Dresdner und einige Mitstreiter mehrere Programmpunkte begleiten. Dazu aber später mehr aus dem Gespräch eines ungewöhnlichen Weltmeisters mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit.
Nadja Jussupow, Frauenschach-Referentin des DSB, sagt: „Es gibt viel zu wenige stark besetzte Turniere für Frauen in Deutschland.“ Also hat die Schachschule Jussupow in Weißenhorn (vom 3. bis 8. März) das 2. Internationale Schachturnier zum Weltfrauentag veranstaltet. Plus das 3. Viktor-Kortschnoi-Memorial. Top besetzte Events, mit attraktivem Preisgeld. So wurde an den sechs Tagen „hochklassiges und spannendes Schach“ geboten, wie Großmeister Artur Jussupow betonte, der auch Turnierleiter war. Nadja Jussupow übernahm den Part der Hauptschiedsrichterin. Im Feld wimmelte es vor Großmeisterinnen und Internationalen Meisterinnen, zudem an Talenten im B-Turnier. Am Ende siegte bei den Frauen, A-Gruppe, IM Klaudia Kulon mit sieben Punkten. DSB-Kaderspielerin WGM Jana Schneider kam als beste Deutsche auf 5,5 Zähler – und Rang fünf. Nationalspielerin WGM Josefine Safarli habe sich beim Kortschnoi-Memorial (Eloschnitt 2427) „tapfer gehalten“, so Jussupow. 2,5 Punkte bedeuteten aber nur Platz zehn. Bemerkenswert hier die fünf Punkte von FM Alfred Nemitz. Das DSB-Talent schnappte sich eine IM-Norm. „Insgesamt waren diese beiden Turniere so hochklassig besetzt, dass es für die deutschen Frauen nicht leicht war.“