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Es wird zweifellos ein Highlight im Rahmen des Deutschen Schachgipfels im Juli. Das Schach960-Festival und die Deutsche Meisterschaft (17. - 19.07.2026) in dieser modernen Schach-Variante. Gemeinsam mit André Martin, dem DSB-Beauftragten für Schach960, will Ulrich Zenker, der Gründer der Schach960-Stiftung, in Dresden Fischer-Random-Schach voranbringen. Beim Schachgipfel lockt ein attraktives Preisgeld – Anmeldungen sind bereits möglich. Auch, nachdem der Weltverband FIDE die Variante offiziell anerkannt hat, geht der FIDE-Meister und Facharzt für Urologie aus Grafing bei München von einem weiteren Schub für Schach960 aus. Das DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit hat Zenker interviewt. (mw)
Der eiserne Falk. Die Freie Presse hat ihn schon zum Vogtlandsportler der Woche gekürt. Und in einem Artikel einen Pendler zwischen den Welten genannt. Denn Falk Blechschmidt ist nicht nur Schachspieler der SG Waldkirchen, sondern auch Triathlet. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und dann noch 42 Kilometer Laufen. Der Mann hat offenkundig Muskeln aus Stahl - und Nerven aus Stahl. „Manchmal spiele ich so schlecht Schach – da wünsche ich mir, ich würde heute lieber einen Triathlon machen“, sagt er und lacht, „und manchmal bin ich auf der Laufstrecke, es ist heiß und anstrengend - und denke mir: Lieber säße ich jetzt eigentlich bei einer Partie Schach.“ Falk Blechschmidt, 60 Jahre alt, wird in der kommenden Woche bei der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft in Ingolstadt (30. Januar bis 2. Februar) eine besondere Ehrung erhalten: Die DSAM-Ehrenplakette für sein 75. Qualifikationsturnier, diesmal in der D-Gruppe. Es ist die Geschichte von einem vielseitigen Athleten mit unstillbarem Bewegungsdrang, bei dem man sich vor allem über eines wundern muss: Dass er überhaupt stillsitzen kann.
Seniorenschach-Referent Wolfgang Cleve-Prinz gibt bekannt, dass er gemeinsam mit dem Präsidium eine Förderung für Senioren-Mannschaften beschlossen hat. Hierbei geht es um die Teilnahme an den kommenden Mannschaftsweltmeisterschaften für Senioren, die vom 18. bis zum 29. April 2026 in Durres (Albanien).
Es war bereits die dritte Videokonferenz zum Thema Schachgipfel, die dieser Tage stattfand. Die vierte am 11. Februar ist in Planung. Virtuell trifft sich regelmäßig ein größerer Kreis all jener, die am und rund um dieses Großereignis mitwirken werden. Der Schachgipfel findet vom 16. bis 26. Juli 2026 in Dresden statt. Im Internationalen Congress Center, das schon 2008 Schauplatz der Schacholympiade war. Ein gigantisches Schachfest, das laut Organisationschef Bernd Vökler ein beachtliches Finanzvolumen haben wird. „Der Schachgipfel mit über 1000 Teilnehmern stellt eine finanzielle Herausforderung für den DSB dar“, sagt Bernd Vökler: „Der hierfür eingeplante Etatansatz liegt bei rund 360.000 Euro und setzt sich zusammen aus Einnahmen von Sponsoren, Startgeldern, einem Zuschuss der Stadt Dresden und geplanten Eigenmitteln.“
Die nackten Fakten: Der Deutsche Schachbund versammelt unter seinem Dach im Januar 2026 so viele Vereinsmitglieder wie seit 20 Jahren nicht mehr. 96.903 Spielerinnen und Spieler sind in einem Schachverein Mitglied - die höchste Zahl seit 2006. Rund 2000 mehr als noch vor einem Jahr. Das geht aus der neuen Mitglieder-Statistik von Jürgen Dammann, dem Referenten für Mitgliederverwaltung beim DSB hervor. Seit gestern steht nun, nach einigen letzten kosmetischen Korrekturen, die offizielle Zahl fest, die auch dem Deutschen Olympischen Sportbund gemeldet wird. Spannender Nebenaspekt: Im Dezember lag die Mitgliederzahl bereits bei 99.700, weil die Neueintritte übers Jahr stetig fortgeschrieben wurden. Dann aber haben die Vereine zum Jahresende ihre Statistiken bereinigt, Austritte und Todesfälle gemeldet – und so kam dann die richtige Zahl zustande. Der Prozess der Mitgliederentwicklung ist also durchaus ein dynamischer. „Ich denke, wir werden die sechsstellige Zahl bald erreichen. Die Tendenz ist jedenfalls absolut positiv“, sagt DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach, „das ist ein Grund, uns zu freuen. Auch, weil wir innerhalb des DOSB wichtiger werden.“ Doch was steckt hinter diesen Zahlen? Jannik Kiesel, DSB-Vizepräsident Verbandsentwicklung, hat sich das in einigen Bereichen mal genauer angeschaut – und es wird schon kurzfristig darauf reagiert.
Unter deutschen Schachfans gibt es seit Monaten immer wieder diese Diskussion. Fast jeder dürfte sie schon gehört haben. Sinngemäß lautet sie so: „Es wäre besser gewesen, Vincent Keymer hätte statt Matthias Blübaum das Kandidatenturnier erreicht.“ Dann, so die Meinung vieler, hätte ein Deutscher eine realistische Chance auf den Kampf um den WM-Titel gegen Dommaraju Gukesh. Dem Außenseiter aus Lemgo wird eben immer noch weniger zugetraut wird als der Nummer vier der Welt, die mittlerweile in Wien wohnt. Wer Blübaum kennt, der weiß: Für ihn ist diese Sichtweise kein Problem. Im Gegenteil. Er kommt gerne aus der Underdog-Rolle. Siehe Samarkand. Am Montag bewies Blübaum beim traditionsreichen Tata Steel in Wijk aan Zee einmal mehr allen Skeptikern das Gegenteil: Er besiegte mit Schwarz auf überzeugende Weise seinen DSB-Teamkollegen Keymer. „Das war ehrlich gesagt nicht unbedingt zu erwarten. Das macht es umso schöner.“
Eines vorneweg: Die Crowdfunding-Aktion für die Mission Kandidatenturnier von GM Matthias Blübaum ist seit Jahresende beendet. Der DSB hatte darauf bereits im Dezember verwiesen. Also: Bitte nicht mehr spenden! Allen, die das nach dem 1. Januar noch getan haben, versichert der Initiator, Carsten Karthaus, Präsident des Schachverbandes Württemberg: „Die Gelder können und werden wir noch übertragen.“ Die Aktion erbrachte knapp 23.000 Euro. Mittlerweile ist auch klar: Das Bundesministerium des Inneren wird den Kampf um die WM-Teilnahme des Lemgoers ebenfalls bezuschussen – und auch der DSB unterstützt seinen Top-Athleten für das Turnier auf Zypern vom 28. März bis 16. April. "Wir sind sehr froh über den Crowdfunding-Erfolg und die großzügige Unterstützung des BMI", so DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach, "Matthias Blübaum ist jetzt sehr gut aufgestellt für diese große Herausforderung." Eine Art Generalprobe gibt es für Blübaum ab morgen (erste Auftritte der Topspieler am Samstag) in einem ehemaligen niederländischen Fischerdorf, dessen Schachturnier weltberühmt ist. Auch, weil es alljährlich top besetzt ist. Aus deutscher Sicht ist es besonders interessant, denn gleich zwei deutsche Spitzenspieler sind im Masters vertreten: GM Vincent Keymerund GM Matthias Blübaum treffen unter anderem auf Weltmeister GM Dommaraju Gukesh. Das Tata Steel in Wijk aan Zee – der perfekte Ort, um sich unter ähnlichen Bedingungen auf das Kandidatenturnier vorzubereiten, betont Matthias Blübaum gegenüber dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit.