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Eigentlich fehlte nur die Musik von David Bowie. „Absolute Beginners.“ Wie heißt es darin so schön? „Ich habe nicht viel anzubieten. Ich bin ein absoluter Anfänger.“ Klar, es geht bei diesem Liebessong nicht um Schach – aber der Text passt prima zu einem Turnier der besonderen Art, mit dem das Referat Frauenschach des DSB ins Neue Jahr startet. Ausgestattet mit neuen Bannern, auf denen Nadja Jussupow für ihre Wahl zum Frauenschach-Verein des Jahres wirbt und sie Frauen ohne große Schach-Vorkenntnisse zum Mitspielen auffordert („Trau Dich, mach den ersten Zug“), bat die Frauenschach-Referentin des DSB zum ersten Turnier für Anfängerinnen – Jussupow nennt sie Beginnerinnen. Dieses Vier-Runden-Turnier fand im Rahmen der traditionsreichen Staufer Open 2026 in Schwäbisch-Gmünd statt. „Eine sehr schöne Erfahrung für mich“, sagte Jussupow nach dem Frauenturnier mit insgesamt zehn Spielerinnen: „Ungewohnt, aber es hat großen Spaß gemacht.“ Und die Siegerin, mit vier Punkten aus vier Partien, Joanna Bendoraitytė-Wolf, schwärmte im Gespräch mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit: „Ich hätte niemals gedacht, dass ich sogar gewinne“, sagte die 45-Jährige und lachte: „Ich weiß eigentlich nur, wie die Figuren ziehen und dass man besonders auf den König aufpassen muss.“
Nach den Regionalkonferenzen in Süd und Nord folgt nun der Osten: Bevor das Projekt auf Bundesebene abgeschlossen wird, findet die nächste Regionalkonferenz in Nordhausen (Thüringen) statt. Ziel ist es, bis zur finalen Auswertung und dem Abschluss auf Bundesebene möglichst viele Perspektiven, Erfahrungen und Anregungen zu sammeln. Daher ist eine breite Beteiligung ausdrücklich erwünscht, bevor konkrete Maßnahmen beschlossen und umgesetzt werden.
Die Tagung findet am 07.02.2026 von 10:30 bis 17:30 Uhr in Nordhausen statt. Alle weiteren Informationen zum Veranstaltungsort, zum Ablauf sowie zur Anmeldung sind hier zu finden.
Die Geschäftsstelle des Deutschen Schachbundes hat einen neuen Geschäftsführer. Herr Schmidt verfügt über langjährige Erfahrung in der Geschäftsführung und Finanzsteuerung mittelständischer Unternehmen. Darüber hinaus ist er mit den Strukturen des Deutschen Schachbundes bereits aus früherer Tätigkeit vertraut, unter anderem durch Buchhaltungs- und Verwaltungstätigkeiten für den Verband.
Beschwerdeführer ist der Ukrainische Schachverband, der Englische Schachverband, der Estnische Schachverband, der Norwegische Schachverband und der Deutsche Schachbund haben sich angeschlossen. In der Nacht von Montag auf Dienstag reichten diese fünf Schachverbände Klage beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in der Schweiz ein. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass die Verbände sich wehren – gegen die Art und Weise, wie die Entscheidungen bei der Mitgliederversammlung des Weltverbandes FIDE zustande kamen, die russischen Mannschaften mit Flagge und Hymne wieder zu großen Turnieren wie der Olympiade 2026 in Usbekistan zuzulassen. Die Weichen hierfür hatte FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich, russischer FIDE-Präsident seit 2018, am 14. Dezember bei der Generalversammlung der FIDE am 14. Dezember gestellt. Eine chaotische Veranstaltung, bei der nach Ansicht zahlreicher internationaler Verbandsvertreter mehrfach das Versammlungsrecht gebeugt worden sei. Darauf hatten mehrere Mitgliedsverbände sofort verwiesen, wurden aber übergangen.
Zweimal mehr als 700 Teilnehmende innerhalb von nur elf Tagen – die DSAM bewies eindrucksvoll, dass sich mit ihr sowohl das Weihnachtsfest als auch der Jahresauftakt bestens verbinden lassen. Kurz vor den Feiertagen gingen in Bonn 716 Schachbegeisterte an den Start, zum Auftakt des neuen Jahres waren es in Potsdam sogar 734. Damit unterstrich die Serie einmal mehr ihre große Attraktivität und ihre besondere Bedeutung für den Breitenschachsport. Unabhängig von Spielstärke oder Alter: Bei der DSAM findet jede und jeder seinen Platz. In Potsdam reichte die Altersspanne von beeindruckenden 91 bis zu gerade einmal sechs Jahren. Der älteste Teilnehmer war Egon Raitza vom SSC Rostock 07, der jüngste Oskar Carlstedt vom Ludwigsfelder Schachclub 54 – zwischen beiden liegen stolze 85 Lebensjahre. Ein bekanntes Gesicht war ebenfalls vor Ort: Oskars Vater IM Jonathan Carlstedt, der mit seinem Schach-Shop Chess Tigers erneut mit einem eigenen Stand vertreten war. Auch für hochklassige schachliche Expertise war natürlich gesorgt: In Bonn stand GM Christopher Noe den Teilnehmenden zur Seite, in Potsdam übernahmen diese Rolle IM David Lobzhanidze sowie GM Robert Rabiega. Ein großer Dank gilt allen Unterstützern, die diese Veranstaltungen möglich machen – allen voran dem Hauptsponsor chessemy sowie Chess Tigers, Schachversand Niggemann, Emanuel-Lasker-Gesellschaft, ChessBase, Kasparov Chess Academy, Stempel Ernst und dem Maritim Hotel. Dazu sagt der Vizepräsident Sport des Deutschen Schachbundes, Prof. Dr. Jürgen Klüners:
„Über die Saison gerechnet sind das ungefähr 50.000 Euro, die wir an Sponsoring bekommen. Das ist ganz, ganz wichtig, damit wir diese Veranstaltungen überhaupt durchführen können.“
Mit diesem starken Rückenwind startet die DSAM motiviert ins neue Jahr – und die nächste Gelegenheit lässt nicht lange auf sich warten: Bereits vom 30. Januar bis 2. Februar 2026 gastiert die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft im Maritim Hotel Ingolstadt
Dimo Werner ist tot. Der Internationale Meister verstarb, wie erst jetzt in Schachkreisen bekannt wurde, bereits im August 2025 im Alter von 73 Jahren in einem Pflegeheim. Jürgen Brustkern, der Werner gut kannte, informierte uns über seinen Tod.
Dimo Werner bestritt für die BRD insgesamt elf Länderspiele in den Jahren 1980 und 1983. 1980 in Rovinj (Jugoslawien) spielte der noch titellose Werner hinter IM Eric Lobron am zweiten Brett und blieb in seinen fünf Partien mit drei Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen. Die BRD gewann das Turnier vor dem favorisierten Gastgeber.
Beim Mitropacup 1983 in Linz (Österreich) wurde die BRD Zweiter hinter Jugoslawien. Werner, damals bereits FIDE-Meister, spielte an Brett drei hinter den IM Stefan Kindermann und Ralf Lau. (fb)
Teil vier des Super-Tuesday-Trainings im Rahmen des DSB-Mädchen-Schach-Förderungsprojekts U12. „Erneut sehr lehrreich und erfolgreich“, lautete das Fazit von DSB-Frauenschach-Referentin WFM Nadja Jussupow, die die Trainingsserie initiiert hat. Diesmal nahmen 53 Mädchen an der Online-Trainingseinheit mit FIDE-Trainerin WGM Carmen Voicu-Jagodzinskyteil, die hinterher von „sehr aufmerksamen und wissbegierigen“ Spielerinnen berichtete.
Der Wechsel erfolgte fliegend. Bis 11 Uhr checkten all die Gäste aus, die Silvester im Kongresshotel am Templiner See gefeiert hatten. Dann kamen die Schachspielerinnen und Schachspieler. Erst das Organisationsteam – jenes Dutzend von Schach-Enthusiasten, die gemeinsam in einer großen Ferienwohnung mit sechs Zimmern den Übergang ins neue Jahr gefeiert hatten, mit einem guten Essen, dem gemeinsamen Gucken von „Dinner for One“. Und wohlgemerkt, ohne zwischen Miss Sophie, Nudeln, Wiener Würstchen und Kartoffelsalat die Arbeit zu vernachlässigen - wie Bilder mit Laptops beweisen. Ohne Vorbereitung geht hier nix. Denn, kaum zu glauben, aber wahr: Das erste Turnier 2026 unter dem Dach des Deutschen Schachbundes lockte sage und schreibe 140 Spielerinnen und Spieler an - da musste der große Kongresssaal als Spielort her. Das als Warm-Up für die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft gedachte Blitzturnier ist längst vom Krabbelkind zum stattlichen Teenager erwachsen. Die 19. Auflage des Blitzturniers zeigte einmal mehr, warum das Format so beliebt ist. Oder, wie es der aus dem Strahlen gar nicht mehr herauskommende Sieger Felix Zenker am 1. Januar um 22.30 Uhr sagte: „Ich liebe Blitzschach. Ich habe zwar nach der Silvesterpartie nur fünf Stunden geschlafen – aber dieses Turnier musste einfach sein und es hat so riesigen Spaß gemacht!“