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Das Präsidium des Deutschen Schachbundes hat beschlossen, die Kandidatur von GM Bachar Kouatly für das Amt des Präsidenten der European Chess Union (ECU) zu unterstützen. Im Rahmen eines Treffens in der Geschäftsstelle des Deutschen Schachbundes bekräftigten DSB-Präsident Paul Meyer-Dunkerund Bachar Kouatly diese Unterstützung und hielten sie in einer gemeinsamen Erklärung schriftlich fest. Meyer-Dunker hebt insbesondere die Reformvorschläge des Teams um Kouatly hervor. Dazu zählen Maßnahmen zur Stärkung von Demokratie, Transparenz, Aufwertung der europäischen Meisterschaften und guter Verbandsführung innerhalb der ECU. Besonders begrüßt wird der Vorschlag einer Amtszeitbegrenzung für den Präsidenten auf zwei Wahlperioden sowie eine offenere und nachvollziehbarere Finanz- und Verbandspolitik.
Es war ein harter Schlag für die Frauen-Bundesliga – natürlich auch, weil so ein Vorgang nie gut ist für eine Spielklasse: Ausgerechnet der amtierende Meister, insgesamt vierfacher Titelträger der höchsten DSB-Spielklasse, der SK Schwäbisch Hall, zieht sich aus der Bundesliga zurück. Über die Gründe war bisher wenig bekannt – außer das, was in einer offiziellen Vereinsmitteilung stand, wonach besonders die Reisekosten doch zuletzt arg zu Buche schlugen. Was man ja unter Verzicht auf die vielen ausländischen Topspielerinnen durchaus auch hätte ändern können… Kurzum: Am Wochenende feierte der Verein seinen 90. Geburtstag. Ein Fest, das eigentlich mit dem Meistertitel der Frauen gekrönt werden sollte - und nun ein wenig überschattet wird. Der Vereinsvorsitzende Ehrhard Steffen stellt klar: „Wir haben uns den Rückzug aus der Frauenbundesliga nicht leicht gemacht. Wir haben unseren Spielerinnen jedes Jahr gesagt: Wir entscheiden von Saison zu Saison, ob wir wieder in der Frauen-Bundesliga spielen.“ Nun habe man den Daumen senken müssen: „Es herrschte die einhellige Meinung, dass unser Verein keine finanziellen Risiken eingehen darf.“
Die Senioren-Europameisterschaft 2026 wurde vom 1. bis 11. Juni wiederholt im italienischen Acqui Terme ausgetragen. Gespielt wurde in den Altersklassen 50+ und 65+ sowie in den Frauenkategorien. Aus deutscher Sicht standen vor allem die Auftritte von GM Rainer Knaak, IM Christof Sielecki, IM Arnd Lauber und WFM Kira Kierzek im Mittelpunkt.
In der Kategorie 65+ belegte GM Rainer Knaak am Ende Rang elf. Nach einer starken Ausgangsposition warf ihn eine Niederlage in der Schlussrunde gegen den späteren Europameister noch aus den vorderen Plätzen zurück.
Am Ende hatte er noch eine Botschaft für alle Mitglieder des Deutschen Schachbundes. „Wir haben verstanden und sehen das auch als klare Aufgabe“, sagte Paul Meyer-Dunker, „dass das, was in den letzten Monaten passiert ist, sicherlich nicht die Art und Weise ist, wie das deutsche Schach repräsentiert werden soll. So wird es nicht weitergehen, das wird jetzt anders werden.“ Er wolle, dass alle Schachfreunde und -freundinnen „auf den Deutschen Schachbund blicken und sich denken: Das passt schon.“ Mehr sei gar nicht nötig. Und damit zum zweiten Teil des Interviews mit dem neuen Präsidenten des DSB, das Matthias Wolf und Finn Engessergeführt haben. Heute tauchen wir auch tiefer in den sportlichen Bereich ein. Einige Aussagen gibt es hier zum Nachlesen – aber alle Antworten gibt es nur im großen Video-Interview.
Anbei die Pressemitteilung des SK Blauer Springer.
Am 20./21. Juni 2026 finden im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn die Deutschen Schnellschachmeisterschaften statt. Ausrichter ist der SK Blauer Springer Paderborn, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Vereinsjubiläum feiert. „Wir sind stolz und dankbar, dass uns der Deutsche Schachbund das Vertrauen schenkt, eine nationale Meisterschaft in der Sportstadt Paderborn auszurichten. Nicht zuletzt durch die großzügige Unterstützung, die wir von zahlreichen Paderborner Unternehmen und Organisationen erhalten haben, werden wir ein außergewöhnliches Schachsportereignis erleben.“, so der Vereinsvorsitzende Dr. Ulrich Rust.
Vom 17. bis 25. Juli 2026 werden beim Schachgipfel in Dresden die Deutschen Einzelmeisterschaften ausgetragen. In den Meisterklassen der Frauen und Männer kämpfen jeweils zehn Spielerinnen beziehungsweise Spieler im Rundenturnier um die Titel „Deutsche Meisterin 2026“ und „Deutscher Meister 2026“. Nach Abschluss des Qualifikations- und Nominierungsverfahrens stehen die Teilnehmerfelder nun fest. Das Teilnehmerfeld der Frauen ist dabei hochkarätig besetzt, während bei den Männern einige Spitzenspieler aufgrund von Terminüberschneidungen fehlen werden. Dennoch verspricht die Mischung aus erfahrenen Nationalspielern und jungen Talenten spannende Titelkämpfe.
Es lief die dritte Runde der Deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände, im Schachdeutsch mit seinen Turnier-Abkürzungen DFMM-LV genannt, da klingelte beim Team Sachsen-Anhalt ein Handy – genauer gesagt: der Wecker eines Mobiltelefons. Andernorts wäre das ein riesiger Aufreger gewesen, womöglich sogar ein Protestgrund. In Braunfels aber herrscht unter den Frauen stets eine freundschaftliche, entspannte Atmosphäre. Die Teamchefin des Teams Sachsen-Anhalt, Tanja Pflug, spricht davon, dieses Event sei „wie ein Klassentreffen, wo man sich freut, in erster Linie wieder bekannte Gesichter zu sehen“. Turnierdirektorin und Haupt-Schiedsrichterin Nadja Jussupow sagt, man habe nicht nur vorneweg erlaubt, dass Handys ausgeschaltet neben dem Brett liegen dürfen, sondern in diesem Fall habe auch der Teamchef der Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen (letztlich Sachsen-Anhalt mit 2,5:5,5 unterlegen), Andreas Jogodzinsky, allen Teilnehmern gegenüber sofort betont: „Der Käse interessiert uns nicht, wir sind zum Schachspielen hier“, so Jussupow. Am Ende beherrschten die Sachsen-Anhaltinerinnen ihr Kerngeschäft am besten.
Im zweiten Halbjahr 2026 steht eine Jugend-Europameisterschaft auf dem Turnierprogramm unseres Schachnachwuchses. Für die Betreuung der Spieler und Spielerinnen vor Ort werden Trainer und Trainerinnen gesucht, die Teil der deutschen Delegation sein wollen. Dafür sind einige Kriterien zu erfüllen, unter anderem auch die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses und die Akzeptanz des Ehrenkodexes. Alle Kriterien können hier nachgelesen werden.
Nach der EM ist vor dem Gipfel. Mit Enttäuschung, aber auch sehr viel Ehrgeiz im Gepäck, kehrte die deutsche Nummer eins, Dinara Wagner, aus Batumi zurück. Nur aufgrund der Buchholz-Wertung verpasste sie die Qualifikation für den World Cup. Aber für Schachprofis gilt aufgrund ihrer vielen Turniere in bisweilen enger Taktung das Motto: weiter, immer weiter! Das macht Dinara Wagner auch gegenüber der DSB-Öffentlichkeitsarbeit deutlich. Vom 17. bis 25. Juli 2026 werden beim Schachgipfel in Dresden die Deutschen Einzelmeisterschaften ausgetragen. In den Meisterklassen der Frauen und Männer kämpfen jeweils zehn Spielerinnen und Spieler im Rundenturnier um die Titel „Deutsche Meisterin 2026“ und „Deutscher Meister 2026“. Dinara Wagner ist Titelverteidigerin.