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Noch ist etwas Zeit, aber der Frauenkommission des Deutschen Schachbundes ist es wichtig, in diesem Jahr „die Kriterien für die Bewerbung frühzeitig zu kommunizieren“, wie die DSB-Frauenschach-Referentin Nadja Jussupow betont. Auch, um womöglich die Teilnehmerzahl in die Höhe zu schrauben bei einem Wettbewerb, den es unter dem Dach des Deutschen Schachbundes im vergangenen Jahr zum ersten Mal gab – und den die Schachfreunde Karlsruhe damals gewannen. Sie sind mittlerweile auf einem Banner des DSB verewigt und werden ihre Trophäe alsbald überreicht bekommen. Kurzum: Es geht um den Titel: Frauen-Schachverein des Jahres 2026.
Die FIDE hat Ende letzten Jahres Anpassungen an den Regularien für Schiedsrichtertitel (FA & IA) beschlossen, die ab 01.03.2026 gelten.
„Erfolg”, sagt Nadja Jussupow, „ist nicht nur eine Frage der Quantität. Erfolg wird auch im Schachsport vor allem an Medaillen gemessen.” Ja, wer die Frauenschach-Referentin des Deutschen Schachbundes kennt, der weiß nur zu genau: Sie ist ambitioniert. So freut sie sich nicht nur über ihr aktuelles Erfolgsprojekt „Super Tuesday Mädchenschach“, dass bei vier Onlinetrainings mit prominenten Trainerinnen schon über 300 Teilnehmerinnen angezogen hat – sie denkt schon weiter. Gemeinsam mit Bundesnachwuchstrainer Bernd Vökler und Tatjana Melamed hat die Schachschule von Artur und Nadja Jussupow nun die nächste Projekt-Stufe gezündet. Oder, wie es Vökler formuliert: „Jetzt beginnt der leistungssportliche Teil.“
Ortstermin für den DSB in Magdeburg, mit hohem Besuch. Akaki Iashvili,Präsident der Georgischen Schach-Föderation, gab sich die Ehre. Er ist beim Weltverband FIDE als Special Tasks Director tätig. Heißt, der Internationale Meister ist bei der FIDE als Direktor zuständig für die Prüfung von Bewerbungen, der Koordination und Auswahl internationaler FIDE-Turniere. Er könnte also der entscheidende Mann bei einem großen DSB-Projekt sein. Die Rede ist von der Mannschafts-WM der Senioren, um die sich der Deutsche Schachbund beworben hat. Die Titelkämpfe sollen vom 31. März bis 11. April 2027 in Magdeburg stattfinden – im Jahr des 150-jährigen Bestehens des Deutschen Schachbundes.
„Das war richtig klasse“, schwärmt Sandra Schmidt. Die Turnierchefin der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft hat wahrlich schon viel erlebt – aber dieses Turnier, das nur im Rahmenprogramm der DSAM in Ingolstadt stattfand, hat sie regelrecht begeistert. „Dieses Turnier hat tolle Geschichten geschrieben – von Frauen, die teilweise zum ersten Mal richtig Schach gespielt haben. Auch davon lebt unser Sport.“ Insgesamt 16 Frauen nahmen am zweiten Beginnerinnen-Turnier der DSB-Frauenschachreferentin Nadja Jussupow teil – die meisten kannten kaum mehr als die Grundregeln des Schachs. Danach waren sich alle einig: Dieses Turnier passt zur DSAM wie die Dame zum König. Wenn es irgendwie machbar ist, so Schmidt und Jussupow, soll es ab sofort fester Bestandteil der DSAM werden - diesem inklusiven Turnier, bei dem diesmal der jüngste Teilnehmer (Otto Hamann) acht Jahre alt war, und der älteste, Siegbert Humeda, 83.
Wie man als Verein dem Thema Safe Sport gerecht wird - dafür gibt es nun eine Kinderschutz-Grundlagenschulung des DSB im Onlineformat. Dieses Angebot richtet sich vorrangig an Referenten und Referentinnen, Funktionäre und Funktionärinnen undTrainer und Trainerinnen des Deutschen Schachbundes, aber die Schulungen sind offen für alle, die am Thema Kinderschutz interessiert sind. Die Schulung erfüllt die Vorgaben der aktualisierten Rahmenrichtlinien des Deutschen Schachbundes für die Ausbildung von Trainer und Trainerinnen (Aus- und Fortbildung). Für den Lizenzerwerb oder die Lizenzverlängerung können fünf beziehungsweise drei Lerneinheiten (LE) erworben werden.
Der Essener Großmeister Sebastian Siebrecht tourt im inzwischen fünfzehnten Jahr durch die größten deutschen Einkaufszentren, um den Schachsport publikumswirksam zu präsentieren und viele für den Denksport zu begeistern. Mit seiner Veranstaltung „Faszination Schach“ werden die Einkaufszentren in einen lebendigen Schachunterricht verwandelt. Täglich wird von 10.00 bis 20.00 Uhr ein reichhaltiges Programm angeboten.
Das Wimbledon des Schachs! Hätten wir keine Mannschaftsturniere, Welt- und Europameisterschaften, den Weltcup oder Grand Swiss, wäre der Höhepunkt des Schachjahres gleich auf den Jahresbeginn terminiert. Zu Zeiten der K&K [Red.: Karpow und Kasparow] eher als Aufgalopp für Linares angesehen, hat Wijk aan Zee seinen Status längst deutlich gefestigt. Das Erfolgsgeheimnis liegt darin, dass das Turnier nicht durch Stars, sondern durch seine Struktur definiert wird: durch die interessante Zusammensetzung der Teilnehmerfelder, in denen Weltklasse, Etablierte und immer jünger werdende neue Gesichter mit den an ihren Brettern eng zusammengepferchten Amateuren im De Moriaan zusammenfließen. Hier schlägt das Herz des klassischen Schachs!