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Deutscher Schachbund

  1. DSB-Schiedsgericht ordnet außerordentlichen Bundeskongress an

    Nun also doch: Es wird einen außerordentlichen Bundeskongress geben, womöglich schon im Mai. Das hat das Schiedsgericht des Deutschen Schachbunds im Eilverfahren entschieden. Geklagt hatten gegen den DSB mit seiner Präsidentin Ingrid Lauterbach neun von 22 Mitgliedsverbänden: Der Berliner Schachverband, mit seinem Präsidenten Paul Meyer-Dunker, der Badische Schachverband mit Präsident Dr. Christoph Mährlein, der Deutschen Fernschachbund mit Präsident Manfred Scheiba, der Hamburger Schachverband, vertreten durch den Vorsitzenden Klaus-Jürgen Herlan, der Schachverband Schleswig-Holstein, mit Präsident Dirk Martens, der Bayerische Schachbund mit Präsident Ingo Thorn, Präsident Michael S. Langerfür den Niedersächsischen Schachverband, Daniel Meitzner für den Thüringer Schachbund und Michael Fuhr, Präsident des Landesschachbundes Brandenburg.

  2. "Pokerspieler sind impulsiver - und nicht so objektiv wie Schachspieler."

    Im ersten Teil sprach er über Dresden - wie es damals, 2008 beim Schachgipfel war, den er als Vizepräsident des DSB organisiert hat. Auf diesen Part, kabelte Matthias Kribben gestern Abend von seinem Zweitwohnsitz auf Gran Canaria mit einem Smiley, habe er viele positive Reaktionen bekommen: "Selbst von den kritischen Schachspielern." Heute geht es im großen Interview mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit um weitere Leidenschaften des Berliner Unternehmers: Fernschach, Schulschach - aber auch Pokern. Was zeigt: Der Mann ist mit allen Wassern gewaschen.

  3. "Ein wunderbarer Ort, um schöne neue Schachgeschichten zu schreiben."

    Gerade ist er wieder auf Gran Canaria. Hier hat Matthias Kribben, 65, einen Zweitwohnsitz. Überhaupt ist er viel unterwegs. Als Geschäftsmann, aber auch bei Pokerturnieren - und in Sachen Schach. Im zweiteiligen Interview mit dem DSB spricht der mehrfache Fernschach-Weltmeister über seine beiden Hobbies. Wir beginnen im ersten Teil mit seiner engen Verbindung zu Dresden. In der sächsichen Landeshauptstadt hat er 2008 maßgeblich die Olympiade organisiert - und hier erhofft er sich auch einen Schub fürs deutsche Schach beim Schachgipfel vom 16. bis 26. Juli 2026. Er zeigt sich im Gespräch mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit überzeugt: "Das wird ein herausragendes Event." Eines, das bei gutem Gelingen nicht nur einen hohen Werbewert fürs deutsche Schach bringen könnte - sondern in in gewisser Weise sogar versöhnlich wirken könnte. Die wichtigsten Aussagen findet Ihr auch im Video-Interview.

  4. "Ein Teamwettbewerb hätte viel mehr Identifikation ausgelöst."

    Ein bisschen enttäuscht ist er schon. „So ein Mannschaftswettbewerb hätte natürlich viel mehr Identifikation ausgelöst“, sagt Paul Meyer-Dunker, „wenn es um Teamplay geht, hat das die Schach-Fans schon immer fasziniert.“ Nun also kein Team-Wettbewerb, wie ursprünglich vermutet – und der Name des Turniers suggeriert - sondern wieder nur einzelne Spieler, die sich für den E-Sports Nations Cup (ENC) im Schach vom 2. bis 8. November 2026 in Riad, Saudi-Arabien, qualifizieren können. Der Veranstalter ist der gleiche wie der des E-Sports World Cup. „Was will man machen? Es ist das Privileg der Organisatoren, den Modus festzulegen“, sagt Meyer-Dunker, der beruflich auch mit dem E-Sport verbunden ist. Ihm jedenfalls fällt damit der Abschied aus dem Amt des E-Sport-Beauftragten beim Schachbund noch ein Stück weit leichter. „Wir müssen kein Team zusammenstellen, der DSB ist damit quasi in weiten Teilen organisatorisch, und was den Vorbereitungsaufwand betrifft, raus.“ Was den E-Sports Nations Cup angeht, sind die Spieler individuell für die Qualifikation über die Champions Chess Tour und die Teilnahme an einem regionalen Qualifikationsturnier selbst verantwortlich. Dass die Spieler zahlreich teilnehmen werden, davon geht er aus. „Es wird sicherlich eine Menge Geld im Spiel sein.“

  5. Gerhard Köhler wird 70: "Ein sehr positiver Mensch."

    Großes soziales Engagement, schachlicher und beruflicher Erfolg haben das Leben von Gerhard Köhler geprägt. Er studierte Ökonomie, promovierte, leitete Banken, wurde Unternehmensberater und schließlich Vorstand einer eigenen Firma: ORWO Net. Auch im Schach war er erfolgsverwöhnt. Er spielte in der DDR in der ersten und zweiten Liga, wurde 2016 sogar Amateur-Weltmeister und gewann mit seiner Mannschaft bei Senioren-Welt- und Europameisterschaften (siehe Foto) mehrere Medaillen. Mit der 2016 gegründeten Schachstiftung GK unterstützt er den Schachsport. Heute wird Gerhard Köhler 70 Jahre alt und der DSB gratuliert ihm ebenso herzlich dazu wie ein langjähriger Wegbegleiter den die DSB-Öffentlichkeitsarbeit gebeten hat, eine kleine Laudatio auf Gerhard Köhler zu halten. Ein Mann, der in den letzten Jahren häufig mit Köhler zu tun hatte: Kein Geringerer als Großmeister Artur Jussupow. Die beiden haben schon öfter gegeneinander und miteinander in einem Team gespielt. Und sie haben eines gemeinsam: Die Förderung des Nachwuchses liegt ihnen sehr am Herzen.

  6. Problemschachaufgabe 988

  7. "Wir hinken hinterher"

    Der Mann ist ständig unterwegs – auch und vor allem in Sachen Schach. Gerade hat er zum Beispiel ein dreitägiges Seminar im Schwarzwald für die baden-württembergischen Blinden- und Sehbehindertenvereine organisiert. Zudem läuft schon die Vorbereitung zur Deutschen Behindertenmeisterschaft in Dresden (im Rahmen des Schachgipfels), seine geplante Gründung einer Inklusionskommission im DSB, und, und, und. Besonders am Herzen aber liegt dem DSB-Inklusionsreferenten Gert Schulz ein Projekt, das er akribisch seit rund einem Jahr vorbereitet: Er möchte einen Förderverein für Inklusion im Schach aus der Taufe heben. Sein Traum ist es, auch einige Prominente aus der Schachszene zur Mitgliedschaft bewegen zu können. Zum aktuellen Stand hat Gert Schulz der DSB-Öffentlichkeitsarbeit ein Interview gegeben. (mw)

  8. Frauen-Bundesliga: Schwäbisch Hall geht einen großen Schritt - Rotation will mitspielen.

    Die Rückmeldung kam am vergangenen Samstag, 17.30 Uhr. „Wir haben uns entschieden. Die Mannschaft des SC Rotation Pankow wird in der nächsten Saison in der 1. Frauenbundesliga spielen“, schreibt Gudula Seils. Es war der Abschluss eines Nachdenken-Prozesses. Sollen sie es erneut wagen? „Wir spielten ja letztmalig in der Saison 2018/2019 in der 1. Frauenbundesliga“, so Mannschaftsleiterin Seils, „und arbeiteten seitdem in jeder Saison der 2. Frauenbundesliga auf den Staffelsieg hin. Nach mehreren Zweit- und Drittplatzierungen hat es diesmal endlich geklappt.“ Allein, es umtrieb sie einige Wochen lang – seit der Erfolg feststand - die Frage, ob sie den Aufwand nochmal betreiben, schließlich sind sie ja alle nicht mehr die Jüngsten. Genauer gesagt: Durchschnittsalter 66 Jahre. Seils: „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg, zumal der Altersunterschied zu unseren jungen Gegnerinnen oft mehr als 30 Jahre betrug.“ Während die einen also nun bereits voller Vorfreude auf die kommende Saison sind, gab es in der aktuellen Spielzeit eine Vorentscheidung: Es wirkt, als sei die Meisterfrage durch das 4,5:1,5 des SK Schwäbisch Hall gegen den punktgleichen Verfolger OSG Baden-Baden entschieden. Mario Meinel, zweiter Vorsitzender des neuen, alleinigen Tabellenführers, spricht denn auch von einem „großen, weiteren Schritt, den unser Team erreicht hat“ – zum vierten Titel in der Klubhistorie, der das Jahr des 90-jährigen Vereinsbestehens krönen soll.

  9. Aus diesen Steinen bauen sie Erfolg. "Wir haben ein professionelles Umfeld."

    Wie lautete so schön vor Jahrzehnten der Slogan in der Werbung? Auf diese Steine können Sie bauen... Schwäbisch Hall.Auf seiner Webseite begrüßt der Schachklub Schwäbisch Hall stolz die Besucher mit der Zeile: "Deutscher Meister in der Frauen-Bundesliga 2017, 2023 und 2024.“ In diesem Jahr feiert der Verein, der auch in der offenen Bundesliga von 2014 bis 2018 vertreten war, sein 90-jähriges Bestehen. „Ein weiterer deutscher Meistertitel wäre ein sehr passendes Highlight“, sagen Erhard Steffenund Mario Meinel. Der erste und zweite Vorsitzende des Vereins. In diesem Jubiläumsjahr können die starken Spielerinnen der Frauen-Bundesligamannschaft am Wochenende entscheidende Weichen stellen. Das Spitzenspiel gegen die OSG Baden-Baden steht am Sonntag, 15. März, an. Spielort ist Freiburg-Zähringen. Zwei Teams, die bisher ohne Punktverlust durch die Liga marschieren. Das direkte Duell kann eine Vorentscheidung bringen – vor der zentralen Endrunde in Bad Königshofen, die dann vom 17. bis 19. April stattfinden wird. Auf der Webseite der OSG Baden-Baden heißt es jedenfalls: "Der Showdown naht."

  10. Wenn Schach zur Kunst wird: "Schön wie das Komponieren eines Liedes."

    Es ist seine Heimatstadt. Hier wurde Silvio Baier1978 geboren, hier lebt er bis heute mit seiner Familie – und hier findet nun auch der Schachgipfel statt. Für den zweifachen Familienvater hat das große Schachfestival in Dresden (16. bis 26. Juli) daher eine besondere Bedeutung. Silvio Baier wird ein besonderer Teil des Programms sein. Man könnte sagen: Beim Schachgipfel ist er der Feingeist in Sachen Schach. Als Botschafter der Problemschachvereinigung Die Schwalbe wollen der Dresdner und einige Mitstreiter mehrere Programmpunkte begleiten. Dazu aber später mehr aus dem Gespräch eines ungewöhnlichen Weltmeisters mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit.

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