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Mittlerweile wird ja auch im Schachsport nahezu in alle Ecken geleuchtet. Statistiken sind das Brot vieler Fans. Schaut man auf die Zahlen von Joachim Brüggemann, Internationaler Meister, fällt nicht nur seine einstmals starke Elo-Zahl auf (im Juli 2003 war er bei 2431, heute sind es noch 2260), sondern Chessbase will auch herausgefunden haben, wer über all die Jahre sein „Angstgegner“ war: Rainer Knaak, 73, Großmeister. Der Leipziger holte sich 2025 den ersten Weltmeistertitel für Deutschland bei den Senioren seit 1991. Als ihn der Anruf der DSB-Öffentlichkeitsarbeit erreicht, muss Knaak schmunzeln: „Angstgegner? Ich hätte jetzt vermutet, dass wir nicht so weit auseinander lagen und die Bilanz recht ausgeglichen war. Wir haben häufig gegeneiner gespielt – und ich hatte sehr oft große Schwierigkeiten mit ihm.“ Näheres dazu: siehe unten auf auf dieser Seite, dort können Nostalgiker auch eine Partie der beiden aus der Jugendzeit nachspielen. Eines sei für ihn schwer zu glauben, betont derweil Rainer Knaak: Dass Joachim Brüggemann, ein ewiger Konkurrent auch auf Vereinsebene, am heutigen Tag der Deutschen Einheit bereits 75 Jahre alt wird. „Er war und ist immer noch taktisch sehr gewitzt. Wenn man ihn spielen sieht, ist das schon beeindruckend. Aber auch wie er spricht und sich bewegt – man sieht nicht, dass er schon 75 wird. Herzlichen Glückwunsch!“
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Schachspielerinnen und Schachspieler rechnen, bevor sie ziehen. Genau darauf setzt die Aktionspartnerschaft zwischen dem Deutschen Schachbund und Raisin, die bis zum Jahresende läuft. Wer neu bei Raisin ein Konto eröffnet und den Code SCHACHBUND nutzt, erhält einen exklusiven Bonus von bis zu 100 Euro – gestaffelt nach der Höhe der ersten Anlage.
Ob sie wirklich kommt? Natürlich lässt sich Jürgen Müller, Vereinschef des SC Bad Königshofen, nicht in die Karten schauen. Aber nur so viel: „Wenn man Deutscher Meister werden will, muss man in den ersten neun Runden alles gewinnen – das heißt, wir werden immer auf die möglichst beste Aufstellung schauen.“ Somit scheinen die Chancen gut zu stehen, dass Bad Königshofen zum Auftakt der Frauen-Bundesliga am Wochenende – zumal als Ausrichter mit Partien gegen den SV Hemer und die SG Solingen – eine der großen Spielerinnen der Schach-Olympiade in Samarkand aufbietet: Alua Nurman aus Kasachstan, frisch gebackene Silbermedaillen-Gewinnerin mit ihrem Team (hinter China und vor Indien), holte sieben Punkte aus zehn Partien. Die Internationale Meisterin ist mit 2455 Elo die nominell zweitstärkste Spielerin in der neuen Bundesligasaison, hinter der von der OSG Baden-Baden verpflichteten indischen Großmeisterin Divya Deshmukh (2490 Elo), die bei der Olympiade 6,5 Punkte aus zehn Duellen erreichte. Beide dürften echte Zugpferde für die Liga werden – die einmal mehr eine Liga der zwei Welten ist.
Bereits über 175.000 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Spiel, Spaß und Begeisterung pur! Das Linden-Center ist zum neunten Male Ausrichter der beliebten Kinderschachinitiative. Bezirksbürgermeister Martin Schäfer hat die Schirmherrschaft übernommen. Zusammen mit Centermanager Stephan Raml, dem Präsidenten des Deutschen Schachbundes, Paul Meyer-Dunker, sowie den Kindern der Kita, Neuen Schönholzer Strasse wird er den Eröffnungszug am Montag, den 5. Oktober 2026 um 13.30 Uhr ausführen.
Von Christopher Overbeck
Von Mai bis September 2026 absolvierten zehn Schachtrainer aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Thüringen den kombinierten A-Trainerlehrgang für Leistungs- und Breitensport des Deutschen Schachbundes (DSB). Die Ausbildung führte die Teilnehmer an drei Lehrgangswochenenden nach Gladenbach und Erfurt.
Die Beliebtheit des Projektes hat auch nach drei Monaten Sommerpause nicht gelitten: 49 Mädchen nahmen beim Wiederbeginn des DSB-Projektes Super Tuesday teil – und löcherten Nationalspielerin Josefine Safarli mit Fragen. Mancher würde sagen: Ein Sack Flöhe hüten ist einfacher. „In so einer großen Gruppe ist es immer etwas speziell, weil alle ein unterschiedliches Tempo haben und teilweise die Spielerinnen auch etwas ungeduldig werden“, lächelte aber Josefine Safarli einmal mehr alle Schwierigkeiten weg: „Ich glaube ich habe das ganz gut ausbalanciert.“ So wurde auch dieses elfte Runde wieder zu einem Erfolg. Insgesamt haben nun fast 700 Mädchen an der Trainings-Serie teilgenommen.
Mit Xenia gewinnt der Deutsche Schachbund einen neuen offiziellen Partner, der genau dort ansetzt: bei der Entwicklung der nächsten Generation. Die Obstmarke unterstützt künftig gezielt den deutschen Schachnachwuchs, übernimmt eine Patenschaft im Förderprogramm „Girls Next Generation“ und wird mit der Xenia Lounge bei Veranstaltungen des DSB und der Deutschen Schachjugend präsent sein.
„Keine Nummer zu groß!“ Diesen Slogan hat Christoph Barthausgegeben, DSB-Beauftragter für Hochschulschach. Und in der Tat: Es könnte noch ein furioses Rest-Jahr für das deutsche Hochschulschach werden. So tritt vom 11. bis 16. Oktober die deutsche Auswahl bei den FISU World University Games Mind Sports in Liaocheng gegen die internationale Hochschulschach-Elite an. Barth wird die Delegation leiten. Mit dabei sind bei den Frauen FM Lara Schulze, WGM Jana Schneider und WFM Svenja Butenandt, bei den Männern GM Luis Engel, IM Tobias Kölle und IM Nikolas Wachinger. Für die sportliche Betreuung sorgt GM Dmitrij Kollars, der das Team als Trainer begleitet. Und parallel erklingt laut der Ruf zur Deutschen Hochschulmeisterschaft (DHM). Auch hier gilt: Es soll alles noch größer werden.
Von Frank Schellmann, Spielleiter des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbundes (DBSB)
18 Spielerinnen und Spieler sowie vier Begleitpersonen reisten vom 5. bis 13. September 2026 zur 43. Einzelmeisterschaft des Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Schachbundes (DBSB) an. Erstmals war der DBSB im Tagungszentrum (TGZ) Herrenberg-Gültstein zu Gast. Das Turnier leitete der Internationale Schiedsrichter Jürgen Kehr.
Der Sieger ahnte nichts von seinem großen Glück. Bis zur Siegerehrung. Dann kroch die Freude langsam in ihm hoch – und am Tag danach war er sogar richtig euphorisch. „Das ist jetzt natürlich der Hauptpreis“, sagt Simon Degenhard. Ein Schachturnier als Überraschungsei. Der 25-Jährige vom Heilbronner SV hatte zuvor nicht gewusst, dass der Sieger der A-Gruppe der Deutschen Schnellschach-Amateurmeisterschaft (DSSAM) neben dem Pokal und 200 Euro Preisgeld vor allem eines bekommt: Einen Startplatz für die Deutsche Schnellschachmeisterschaft 2027. „Dass ich in so einem elitären Turnier mit den stärksten deutschen Schnellschachspielern mitmachen kann, ist natürlich ein Highlight“, sagt er. Titelverteidiger ist bei „seinem“ Turnier dann übrigens Alexander Donchenko, der gerade mit einer Bronzemedaille aus Samarkand zurückgekehrt ist.