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Vlastimil Hort (* 12.01.1944; † 12.05.2025) beherrschte acht Sprachen. Die liebste sei ihm die französische gewesen, sagte seine Witwe Brigitte Hort. Weshalb auf seinem Grabstein steht: Grand Maître d` Échecs. Schachgroßmeister. Dazu sind mehrere große Schachfiguren verewigt. Am gestrigen Dienstag nahmen, im engsten Kreis, seine Familie, Freunde und langjährige Wegbegleiter von Vlastimil Hort Abschied auf dem Vyšehrader Nationalfriedhof in Prag. Der Deutsche Schachbund wurde durch Dr. Matthias Kribben vertreten.
Vor der letzten Runde eines Turniers haben viele Teilnehmer dasselbe Problem: Sie müssen aus dem Hotel auschecken und ihr Gepäck im Turnierareal unterbringen, um noch ihre Partie spielen zu können. Dirk Paulsen, den späteren Turniersieger, traf es noch ein bißchen härter. "Um 2.07 Uhr habe ich das Licht ausgemacht und um 4.51 Uhr bin ich aufgewacht." erzählte Paulsen in seinem Videobericht von der letzten Runde. Er hatte eine sehr kurze Nacht hinter sich, gewann trotzdem seine schwere Partie und kürte sich zum Turniersieger beim Senioren-Open in Binz, das am 4. Dezember zu Ende gegangen war. Danach begab er sich in die Unterkunft von Peter Rahls, um dort sein YouTube-Video aufzunehmen. Rahls, wie Paulsen FIDE-Meister und sein Klubkamerad beim SK Zehlendorf, war mit Freundin auch nach Binz gekommen, spielte überraschenderweise aber nicht mit.
Die nächste Erfolgsmeldung aus dem DSB-Talentschuppen. IM Marius Deueraus Aulendorf am Bodensee liefert beim stark besetzten Open in Sant Boi des Llobregat (Spanien) mit Rang sechs eine Top-Leistung ab, die Bundesnachwuchstrainer IM Bernd Vökler begeistert: „Das lief wirklich fantastisch für ihn. Und zeigt einmal mehr, dass er und Leonardo Costa unsere Top-Junioren sind.“ Costa holte sich im Mai den Großmeister-Titel, Deuer zog nun auf eindrucksvolle Weise nach: Mit einer Elo-Performance von 2611 sicherte er sich seine dritte GM-Norm – und ein Elo-Plus von 18. Dabei fiel nicht mehr ins Gewicht, dass er die letzte Partie am heutigen Montag gegen den chilenischen GM Cristobal Villagra Henriquezverlor. Matthias Wolf vom DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit erreichte Marius Deuer gleich nach seiner letzten Partie in Spanien - und befragte einen spürbar glücklichen jungen Schachspieler, der längst neue Ziele ausruft.
Das erste Qualifikationsturnier zur Deutschen Online-Blitzmeisterschaft ist vorbei – und DSB-Onlineschach-Referent Jannik Liebelt kommt aus dem Schwärmen kaum noch heraus. „Ein riesengroßer Erfolg“, sagt er, „ich will ehrlich sein: Das hatte selbst ich nicht erwartet.“ Im Vorfeld hatte er in der stetig wachsenden Onlineschach-Community (das DSB-Onlineteam hat mittlerweile 3.800 Mitglieder) mal fallen lassen, dass er sich insgesamt 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschen würde, also eine Verdoppelung der Zahl aus dem letzten Jahr – und wurde dafür belächelt. Nun waren es beim ersten Vorrundenturnier am Nikolaustag bereits 400 Spielerinnen und Spieler. Mit Blick auf den gleichzeitig stattfindenden Spielbetrieb, unter anderem in der Bundesliga, konnten einige Interessierte nicht mitmachen. Für sie und weitere Freunde des Onlineschachs gibt es noch zwei Qualifikationsturniere in dieser Woche – und es steigt das große Finale am Samstag.
Der Deutsche Blinden- und Sehbehinderten-Schachbund e. V. (DBSB) sucht zur Verstärkung seines Trainerstabes zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen lizenzierten Leistungssport-Trainer (ab Elo 2300).
Der DBSB ist die Spitzenorganisation der blinden und sehbehinderten Schachspieler der Bundesrepublik Deutschland und wird seitens des Bundesministeriums des Inneren im Leistungssportbereich gefördert.
Daher nimmt er mit seinen Spielern und Spielerinnen an Olympiaden, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften der International Braille Chess Association (IBCA) teil. Der DBSB stellt auch je einen Teilnehmer beim Kandidatenturnier des DSB und dem Finale des Dähne-Pokals. Der DBSB nimmt mit einer eigenen Mannschaft an der Deutschen Pokalmannschaftsmeisterschaft des DSB teil.
Im Frühjahr 2026 geht die Talentsichtung in die nächste Runde. Vom 29. April bis 3. Mai 2026 findet am idyllisch gelegenen Arendsee in der Altmark ein zentraler Lehrgang zur Talentförderung der Landesverbände in Zusammenarbeit mit dem DSB statt. Teilnehmen können Kaderspielerinnen und Kaderspieler des DSB sowie der Landesverbände der Jahrgänge 2013 bis 2018.Die Spielerinnen und Spieler sollten bereits an Deutschen Meisterschaften teilgenommen und/oder Erfahrungen auf überregionalen Turnieren gesammelt haben.
Eines der größten deutschen Talente hat den nächsten Karriereschritt geschafft. FM Hussain Besou, 14 Jahre alt, holte im spanischen Benidorm die dritte Norm für seinen IM-Titel. Dabei legte er beim „XXII Open Internacional“ des Club Deportivo Tossal de la Cala eine Elo-Performance von 2496 hin, sammelte elf neue Elo-Punkte – und das in einem mit starken Großmeistern und Internationalen Meistern gespickten Teilnehmerfeld. „Ja, es fühlt sich sehr gut an, endlich den IM-Titel zu ergattern“, sagte Hussain Besou am Samstag, dem Tag nach dem Triumph, dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit: „Es war ein langer, harter Weg.“
Die Verbindung mag auf den ersten Blick nicht leicht herzustellen sein. Ja, es wirkt sogar wie ein schwierig zu bewerkstelligender Spagat - weil die Dimensionen schlicht andere sind. In Südafrika geht es aktuell um gigantische, siebenstellige Beträge. Dort heißt die Disziplin Freestyle Chess und mündet über eine Grand Slam Tour nun in einem spektakulären Finale. In Deutschland ist alles noch viel, viel kleiner – und heißt offiziell Schach960. Aber irgendwie passt es durchaus, die Brücke zu schlagen, betont Sebastian Siebrecht. Der bekannte deutsche Großmeister ist Turnierchef beim Freestyle Grand Slam. „In einer fantastischen Location“, wie er am Telefon im Gespräch mit dem DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit schwärmt, „wir bringen hier den Südafrikanern die Faszination für diese Form des Schachspiels eindrucksvoll näher.“ So wagten sich die Großmeister an einen Tauschach-Wettbewerb, den GM Hans Niemann gewann. GM Vincent Keymer und sein Coach GM Peter Leko waren bei einer Simultan-Veranstaltung. Es gibt Termine mit Schulkindern, Studenten – alles wirkt gigantisch, so wie zuletzt auch in Las Vegas, wo auch NBA-Stars wie Derrick Rose, Rajon Rondo und Quinten Post beim Freestyle-Schach die Werbetrommel rührten. Und ja, sagt Sebastian Siebrecht, „ich freue mich sehr, dass auf diesem Gebiet auch in Deutschland mittlerweile einiges passiert“. Er habe sehr viel Kontakt zu Turnierveranstaltern und Freunden dieser Schachvariante und auch mit großem Interesse verfolgt, dass jüngst die Deutsche 960-Meisterschaft von DSB und Berliner Schachverband im Berliner Olympiastadion ausgerichtet wurde: "Ein toller Spielort, das ist ein Schritt in die richtige Richtung."
September 2026. Schacholympiade in Samarkand. Deutschland geht mit einem 2800er – Vincent Keymer – und drei 2700ern – Matthias Blübaum, Alexander Donchenko und Frederik Svane – hinter den USA und Indien knapp vor den gastgebenden Usbeken an Position drei gesetzt an den Start und liefert den favorisierten Teams einen großen Kampf um Gold!